Ausstellung Christine Krapfenbauer-Cermak "und eins ins andere"

19. September bis 26. Oktober 2020

Eröffnungsrednerin und Künstlerin Sonia Gansterer, Künstlerin Christine Krapfenabauer-Cermak und Obmann Peter Heindl

Eröffnung der Ausstellung "und eins ins andere" von Christine Krapfenbauer-Cermak

Werke der Künstlerin

Keramikobjekt

"und eins ins andere" - Malerei, Grafik, Keramik

Am 18. September wurde die Ausstellung "und eins ins andere" von Christine Krapfenbauer-Cermak aus Hollabrunn in der Alten Schmiede Schönberg feierlich unter Einhaltung der aktuellen Empfehlungen der Bundesregierung bezüglich Covid-19 eröffnet.

Obmann Peter Heindl begrüßte die Künstlerin und alle Gäste der Vernissage und übergab anschließend die Eröffnungsworte an Künstlerin Mag. Sonia Gansterer. Diese sprach persönliche Worte über Christine Krapfenbauer-Cermak und erläuterte die Hintergründe und Zugänge der Künstlerin zu ihren Werken.

Ihre Werke reichen von Grafiken über Mischtechniken auf Leinwänden und auf Papier bis hin zu Keramikobjekten, die durch Zeichnungen mit Metalloxiden vor dem Niedertemperaturbrand oder mit Drahtelementen mit dem Raum verschränkt werden.

Die Ausstellung ist bis 26. Oktober 2020 zu sehen.

 

Über die Künstlerin

Ihre erste Ausbildung erhielt Christine Krapfenbauer-Cermak bei Heidi Sykora und Gisela Dröscher in Aquarellmalerei. Spuren dieser Technik sind noch in ihren heutigen Arbeiten zu finden. Das Malen unter freiem Himmel bei jeder Witterung erfordert genaue Planung im Vorhinein. Thema und Komposition stehen lange vor Beginn der Bilderserie fest und nehmen den größten Zeitraum ein. Die Umsetzung hingegen erfolgt rasch, dynamisch, oft scheinbar wie hingeworfen.

Sie setzt Acrylfarbe dünnflüssig wie im Aquarell ein. Durch Übermalen zahlreicher durchscheinender Schichten unter Einbeziehung weiterer Materialien wie Sand, Kreiden und Rötel entstehen flimmernde Farbwelten. Unerwartete Reaktionen an den Kontaktflächen von Kreide und Acrylfarbe bezieht sie in die Komposition ein und verwendet sie gleichsam als Ausgangspunkt neuer Einzelheiten. Malerisches und Grafisches wird zusammengeführt, selbst der Pinsel wird als Stift verstanden.

Abstraktion erreicht sie durch Reduktion. Erfahrenes und Bekanntes wird vereinfacht, bis symbolhafte Kürzel erarbeitet sind. Durch rhythmisches Aneinanderreihen schafft sie eine neue Bedeutung.

Zugleich verweist ihre Malerei oft auf Dahinterliegendes, in die Vergangenheit Weisendes. Aufgebrochene Farbschichten öffnen sich zu einer weiteren räumlichen und zeitlichen Dimension. Figurengruppen als kollektive Erfahrungen der Gemeinschaft bilden eine zusätzliche Ebene und ergänzen konzepthaft das Offensichtliche.

Biografie

  • geboren in Linz, aufgewachsen in Retz
  • Ausbildung zur technischen Chemikerin an der HTL Rosensteingasse, Wien 17
  • Seit 2000, nach der Übersiedlung von Wien nach Hollabrunn, intensive Auseinandersetzung mit dem Weinviertel und seinen Bewohnern in Aquarellen, Grafiken und Acrylbildern.
  • Studien in Keramik mit Niedertemperaturbrandtechniken.
  • Seminare in der Akademie Goldegg, Workshops bei international anerkannten KünstlerInnen, darunter Heinz Hofer, Sylvia Kummer, Gerhard Almbauer, Hannah Feigl, Peter Mairinger
  • Künstlerisches und organisatorisches Mitglied der Galerie grenzART, Hollabrunn.